Laufend im Flow

 

Ich habe mindestens fünf Jahre gebraucht, um am Ende meines (ersten) Studiums der Pädagogik, Psychologie und Soziologie seinen Namen endlich richtig aussprechen zu können: Mihály Csíkszentmihályi.

Der amerikanisch-ungarische Psychologe ist der Begründer des sog. Flow-Konzepts.

 

Unter Flow versteht man einen Zustand, in dem man mit einer Aufgabe oder Tätigkeit buchstäblich verschmilzt. Raum und Zeit spielen keine Rolle mehr. Man geht in dem, was man gerade tut, regelrecht auf.

 

In den als angenehm empfundenen Flow gelangt man, wenn die Anforderungen leicht über den persönlichen Fähigkeiten liegen und somit eine Herausforderung gegeben ist.

 

 

Um den Bogen zum Sport zu spannen: Wenn wir bspw. beim Laufen das Gefühl haben, dass wir mit dem aktuellen Tempo stundenlang weiterlaufen könnten, dann sind wir dem Flow schon recht nahe gekommen. In diesem Zustand erscheint uns der Lauf leicht und bekömmlich. Vergessen sind die schweren Beine, die wir vielleicht noch gestern oder letzte Woche hatten. Es spielt letztlich auch keine Rolle, was morgen sein wird. Entscheidend ist der Moment im Hier und Jetzt. Man kann es auch "Leben" nennen, im Unterschied zur bloßen "Existenz".

 

Momente im Flow sind wichtig, nicht nur beim Laufen, sondern im Leben ganz allgemein. Sie helfen einem letztlich, Täler und Krisen besser zu bewältigen. Mit anderen Worten: Momente des Flow sind Glücksmomente, für die es sich lohnt, auch bei "Wind und Wetter" in der Natur sportlich aktiv zu sein. Das muss nicht immer Laufen sein. Wandern, Radfahren und vieles andere mehr können auch eine Quelle dessen sein, was die Psychologie als Flow betitelt. Machen wir uns also auf den Weg in den Flow.