Ohne ein dickes Fell, geht gar nix!

 

Wer sich allzu gerne und oft in der mehr oder weniger freien Natur "bewegt", sollte sich warm anziehen - man könnte auch sagen: Ein dickes Fell hat noch niemanden geschadet. Ganz im Gegenteil.

 

 

Ihr werdet euch fragen, auf welchen Weg will er uns nun schon wieder mit seinen allzu häufig nebulösen Quergedanken führen. Die Sache ist eigentlich ganz einfach, und doch hat sie - buchstäblich - einen Haken. Die Rede ist von diesen und jenen Stichen, die uns die Flora und - nicht zuletzt -  Fauna mitunter munter zufügen.

 

 

 

Drei Wanderungen, drei Insektenstiche. Das ist meine ganz persönliche und nüchterne Zahlenbilanz, die ich nach den letzten Wanderungen ziehe. Mit anderen Worten: Das oft zitierte und nicht von der Hand zu weisende, ja äußerst besorgniserregende Insektensterben, zieht an mir keineswegs vorbei. Ich bin zur Zielscheibe für Bienen, Wespen und auch, ja, Zecken geworden. Und die süddeutschen Zecken, so sagte mir neuerdings meine rheinländische Ärztin, seien deutlich aggressiver als ihre Artgenossen in anderen Teilen der Bundesrepublik. Ob das auch auf die "menschlichen Zecken" zutrifft, möchte ich an dieser Stelle - als Pendler zwischen Süd- und Westdeutschland -  unkommentiert lassen. :-)

 

Wir erinnern uns vielmehr an die bekannte und äußerst grausame Geschichte von jenem Pottwal, der sich gegen seine "menschlichen" Peiniger und Tierhasser mit aller Macht erhob: Moby Dick. Ja, ich glaube bei unseren Insekten handelt es sich ebenfalls um eine Form der Rebellion. Sie lehnen sich auf, schreien nach Rache, und stechen mal hier und mal dort in das Fell derer, die ihnen schon seit längerer Zeit den Garaus machen wollen, und das auch flächendeckend tun. -

Ok, die Übertreibung als Mittel der Verdeutlichung in der Frage nach dem Warum und Wieso; dieses rhetorische Mittel (Ich liebe es!) beherrscht einmal mehr meine Gedanken und ihre Exekutive, meine Schreibfinger -

Kehren wir zurück zu der wenig dramaturgischen Betrachtung jener Stiche, die uns letztlich alle in der Natur widerfahren können. Und da kann man freilich kurz und bündig konstatieren: Stich ist nicht gleich Stich.

 

Meine erwähnten drei Insektenenstiche haben - jeder für sich betrachtet - einen spezifischen Urheber und Entstehungszusammenhang. Insoweit sind die Erscheinungsformen (Symptome) auch sehr spezifisch. Ganz allgemein kann man sagen, und das spreche ich durchaus als lauftherapeutische und präventologische Empfehlung aus: Wenn die Symptome binnen weniger Tagen ach einem Insektenstich nicht abklingen oder sich gar verschlimmern, dann ist es dringend ratsam, einen Arzt aufzusuchen. In einem Fall habe ich das jüngst auch getan. Der Stich (möglicherweise einer Wildbiene) hatte sich entzündet. Das war bei der Wanderung zur Burg Eltz. Die Wunde ist heute - mehrere Wochen später -  deutlich besser verheillt (nicht zuletzt infolge einer Cortisonsalbe, die in diesem Fall zur Anwendung kam), aber noch gut sichtbar.

 

Und noch einige Worte zum Thema Zeckenstich: Ich hatte bereits des Öfteren Stiche dieser Art, und war Hans im Glück, dass sich daraus keine Komplikationen entwickelt haben. Bislang! Meine Ärztin hat - einem Natur- und Sportfreund wie mir - neuerdings empfohlen, mich gegen die gefürchtetete Zeckenkrankheit FSME zu impfen. Und das tue ich.

 

Tja, zum Thema Stiche bei der Bewegung in der Natur, ließe sich noch vieles sagen. Ich setze hier jedoch einen Schlusspunkt - 

 

Obgleich, eine Sache brennt mir doch noch auf der Haut. Stich ist nicht gleich Stich. Es gibt - man höre und staune - sogar einen, der (ähnlich wie das Wort Esposa im Spanischen, was so viel wie Ehefrau und Handschelle gleichermaßen bedeutet) zwei Bedeutungen bereithält: der Bienenstich - wie lecker! :-)